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Der Neuntöter hat seinen Namen aufgrund eines Volksglaubens bekommen © VDN/Dieter Wermbter
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Neuntöter

Der Neuntöter (Lanius collurio) ist als Zugvogel zwischen April und September in Europa bekannt. Er hat seinen Namen aufgrund eines Volksglaubens bekommen: Da er mit seinem kräftigen, hakenartig gekrümmten Schnabel Beutetiere häufig als kleinen Vorrat an Dornen aufspießt, kam der Glaube auf, dass er zuerst neun Tiere aufspießt und dann erst frisst. Das Männchen mit dem braunen Rücken und dem hellen, blaugrauen Oberkopf und Nacken und der schwarzen Gesichtsmaske unterscheidet sich deutlich vom Weibchen. Dieses ist auf dem Rücken, Nacken und Kopf durchgehend braun und die Gesichtsmaske ist nicht so stark ausgeprägt. Beide haben einen hellen Brustbereich. Er ernährt sich vor allem von Insekten wie Käfer und Heuschrecken. Daher ist sein Lebensraum - offenes Gelände mit dichten Hecken und Gebüschen wie auch niedrige Bodenvegetation mit Insekten - ideal für seine Nahrungssuche. In den 1950er Jahren gab es einen großen Rückgang aufgrund der Zerstörung seines Lebensraumes. Örtliche Schutzmaßnahmen tragen zu einer Wiederzunahme des Neuntöters bei.

Neuntöter © VDN/Wilfried-Rave
Neuntöter © VDN/Wilhelm-Hillen


Neuntöter © VDN/Wilhelm-Hillen
Thema
Tiere
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