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Der Wolf (Canis lupus) © VDN/Fritz Bosch
> Seltene Arten > Wolf

Wolf

Aussehen und Merkmale
Der europäische Grauwolf (Canis lupus lupus) ähnelt optisch einem Haushund, ist jedoch mit seinen 70 - 90 cm Schulterhöhe und 140 cm Länge größer und langbeiniger.
Er verfügt im Vergleich zum Menschen über ausgezeichnete Sinne. Besonders sein Geruchssinn ist hervorragend, so dass er zum Beispiel Menschen, andere Wölfe oder Beutetiere auf eine Entfernung von bis zu 2 km riechen kann. Die Hauptnahrungsquelle des Wolfs sind Rehe, Rothirsche und Wildschweine, wobei er bevorzugt kranke, alte oder junge Tiere jagt. Somit spielt der Wolf eine wichtige Rolle im Ökosystem, da er die Bestände der mittelgroßen Huftiere kontrolliert.

Fortpflanzung
Wölfe leben in Familienverbänden, den so genannten Rudeln. Nach einer Tragzeit von neun Wochen werden im Durchschnitt 4 - 6 Welpen von April bis Mai geboren. Bei der Aufzucht der Welpen helfen die Jungen vom Vorjahr den Eltern. Nach ca. zwei bis drei Jahren verlässt der Nachwuchs das Rudel und legt auf der Suche nach einem Partner und einem eigenen Revier bis zu 70 Kilometer am Tag zurück. Auch Siedlungen und Verkehrswege stellen hierbei kein grundsätzliches Hindernis dar. Durch dieses Verbreitungsverhalten werden sie nach und nach auch wieder ganz Deutschland besiedeln.

Lebensraum und Rückkehr des Wolfes
Obwohl der Wolf sehr anpassungsfähig und im gesamten Bereich von den arktischen Tundren bis zu den Wüsten Nordamerikas und Zentralasien zu finden ist, ging der Bestand von einem der am weitesten verbreiteten Säugetiere der Welt auf eine beinahe vollständige Ausrottung in Europa zurück. Dies ist vor allem auf direkte Verfolgung durch den Menschen zurückzuführen.
Seit ca. 30 Jahren erholt sich der Bestand dank strengem Schutz wieder, was jedoch unterschiedliche Reaktionen hervorruft. Tierschützer sehen seine Rückkehr als eine große Bereicherung der Artenvielfalt zum Beispiel auch hier im Schwarzwald, andere befürchten hingegen Übergriffe auf Nutztiere, vor allem Ziegen und Schafe.
Beratungsstellen wie die „Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf“ (DBBW) wurden eingerichtet, um konstruktive Lösungen bei auftretenden Konflikten zu entwickeln (Ausgleichszahlungen bei Nutztierrissen durch den Wolf, Schutzmaßnahmen wie Elektrozäune oder Herdenschutzhunde).
Jedes Bundesland, in dem es wieder residente Wölfe gibt oder das „Wolfserwartungsland“ ist, hat zudem Handlungsleitfäden erarbeitet. Darin ist das Vorgehen festgelegt, wie einzelne und durchwandernde Tiere zu behandeln sind. Des Weiteren werden die Beratung und Begutachtung vor Ort sowie auch das Monitoring der Wölfe von erfahrenen Personen mit Hilfe der Wildtierbeauftragten durchgeführt.

Erlebnisangebot zum Wolf im Naturpark Südschwarzwald
Der „Wolfssteig“ startet am Wildgehege in Waldshut-Tiengen und führt durch urige Wälder, steile Schluchten und über sonnige Wege. Auf der 22 Kilometer langen Wanderung wird auf spielerische Weise über die Wölfe und ihre Rückkehr informiert.
Der vier Kilometer lange „Wolfspfad“ wiederum ist ein Entdeckerpfad mit vielen Mitmachstationen und Informationen. Start ist am Wanderparkplatz südlich von Höchenschwand-Strittberg.
Alle Informationen rund um die „Wolfswege“ gibt es auf der Internetseite der Ferienwelt Südschwarzwald (siehe Link rechts).

© VDN/Peter Lindel
© VDN/Waldfreundin


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