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© LEV BHS/Treiber

Flatterulmen aus dem Südschwarzwald: Gebietsheimische Gehölze pflanzen

In Deutschland ist die Flatterulme (Ulmus laevis) eine selten gewordene Baumart. Ähnlich der Standortansprüche der Esche, wächst sie gerne an Bachläufen und an etwas trockeneren Stellen der Flussauen. Unter günstigen Bedingungen kann die Flatterulme bis zu 35 Meter hoch und bis zu 700 Jahre alt werden.

Besondere ökologische Bedeutung besitzt der Großbaum unter anderem wegen seiner Blüten und Fruchtstände, die für bestimmte Tierarten eine essenzielle Nahrungsquelle darstellen (beispielsweise für den Ulmenzipfelfalter). Neben einer besonderen Standfestigkeit bieten die breiten Brettwurzeln der Flatterulme außerdem Nischen und Verstecke für Kleintiere.

Die Robustheit der Flatterulme birgt das Potenzial, einen Beitrag zum Erhalt lebendiger Mischwälder in Zeiten des Klimawandels zu leisten. Angesichts des geringeren Wertes ihres Holzes ist sie forstwirtschaftlich aber nicht attraktiv.

Wegen der vergleichbaren Standortansprüche bietet sie eine geeignete Alternative zur Esche, die aufgrund des sogenannten Eschentriebsterbens zu verschwinden droht. Besondere Bedeutung kommt der Flatterulme als Eschenersatz in den landschaftsprägenden bachbegleitenden Galeriewäldern der Schwarzwaldtäler zu. Für das Ulmensterben, eine Pilzkrankheit, ist sie deutlich weniger anfällig als die Feld- und die Bergulme.

Modellprojekt "Flatterulmen im Südschwarzwald"

Das 2019 gestartete Projekt hat zum Ziel, die naturschutzfachlich wertvolle sowie landschaftsprägende Flatterulme im Südschwarzwald zu fördern, die heimische Biodiversität zu erhalten und damit auch dem Eschentriebsterben etwas entgegenzusetzen.

Dabei werden im Rahmen des Projektes zunächst Standorte von Schwarzwälder Flatterulmen erfasst, die sich als Spenderbäume eignen. Hierbei unterstützen die Landratsämter und die Landschaftserhaltungsverbände im Naturpark Südschwarzwald. Größere Bestände sind beispielsweise von den nördlichen Zuflüssen zur Dreisam innerhalb des Dreisamtals bekannt.

Anschließend wird in Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden und den Grundeigentümern gebietsheimisches Saatgut von alten Flatterulmen gesammelt und in einer regionalen Forstbaumschule vermehrt. Somit können in einer größeren Stückzahl Jungpflanzen herangezogen werden, die für den Einsatz in der Region zur Verfügung stehen. Aktuell (Dezember 2020) sind die rund 500 ersten Exemplare pflanzbereit.

Standorte gesucht: Machen Sie mit!

Wir suchen Menschen, die geeignete Standorte anbieten können und diese seltene Baumart gerne fördern möchten. Nähere Informationen und das Kontaktformular finden Sie in unserem Flyer rechts unter "Dokumente".

Projektpartner

Durchgeführt wird das Projekt vom Landschaftserhaltungsverband (LEV) Breisgau-Hochschwarzwald, der sich für den Erhalt seltener Arten und Lebensräume einsetzt und das Projekt initiierte. Kooperationspartner ist der Naturpark Südschwarzwald.
© LEV Breisgau-Hochschwarzwald/Treiber

Kontakt

LEV Breisgau-Hochschwarzwald e. V.
Jan Flessa
Europaplatz 1 | 79206 Breisach
Telefon: 0761 2187-5894
E-Mail:

Naturpark Südschwarzwald e. V.
Holger Wegner
Dr.-Pilet-Spur 4 | 79868 Feldberg
Telefon: 07676 9336-15
E-Mail:

Dokumente

Kooperationspartner

Logo LEV Breisgau-Hochschwarzwald

Förderhinweis

Förderhinweis: Dieses Projekt wurde durch den Naturpark Südschwarzwald gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.
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