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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Hoher Besuch und gleich drei neue „Naturpark-Schulen“ in Furtwangen

Feldberg / Furtwangen – Im Beisein von Kultusminister Stoch darf sich der Naturpark Südschwarzwald über drei weitere Grundschulen im Netzwerk der „Naturpark-Schulen“ freuen.

Am Freitag, den 3. Juli 2015, erhielten in Furtwangen gleich drei Grundschulen die offizielle Auszeichnung zur „Naturpark-Schule“. Im Rahmen eines Festakts in der Friedrichschule überreichte Landrätin Marion Dammann, Vorsitzende des Naturparks Südschwarzwald, der Anne-Frank-Schule, der Friedrichschule und der Grundschule Neukirch im Namen des Naturparks und des Verbandes Deutscher Naturparke (VDN) die Auszeichnung als Naturpark-Schule in Form einer Urkunde und einer Plakette für das Schulgebäude.

In einer kurzen Ansprache betonte die Lörracher Landrätin den hohen Stellenwert des Programms Naturpark-Schule im Hinblick auf das Motto des Naturparks - „eine Region gestaltet ihre Zukunft“. „Welches Betätigungsfeld könnte für die Zukunft unserer Region sinnvoller sein als die schulische Bildung?“, fragte Dammann bei der Auszeichnungsfeier in Furtwangen und bekräftigte die Bereitschaft des Naturparks, die beteiligten Schulen und Schulträger auch in Zukunft organisatorisch wie auch finanziell bei ihrem Engagement zu unterstützen. Der Zuschuss, den die Stadt Furtwangen als Schulträger für das Schuljahr 2014/15 aus der Naturpark-Förderung erhält, beläuft sich auf rund 9.500 Euro. Die Stadt Furtwangen trägt weitere Kosten in Höhe von rund 4.100 Euro.

Bürgermeister Josef Herdner zeigte sich ebenfalls äußerst angetan vom hohen Engagement der drei Grundschulen und den vielfältigen Aktivitäten der zurückliegenden zwölf Monate. Er dankte der Projektleiterin Stefany Lambotte für die sehr aktive Betreuung aller Schulen im Auftrag der Stadt, durch welche die Mehrbelastung für Schulleitung und Lehrkräfte in einem vertretbaren Rahmen habe gehalten werden können. Die Einbeziehung vieler Projektpartner aus der Stadt und ihrem Umland in den Schulalltag bedeute ein Zugewinn für ganz Furtwangen, so Herdner.

Eine besondere Ehre für die Veranstaltung in Furtwangen bedeutete die Teilnahme von Kultusminister Andreas Stoch. In seiner Ansprache stellte der Minister Bezüge zwischen dem Ansatz der Naturpark-Schule und den Neuerungen des zukünftigen Bildungsplans her und stellte fest, dass zahlreiche Elemente in der Naturpark-Schule bereits als verbindliche Grundlage enthalten sind. Dies gelte insbesondere für die Einbindung der außerschulischen Kooperationspartner und Lernorte: „Hierdurch verbindet sich die einzelne Schule wieder wesentlich stärker mit der Gesellschaft, und der Lernbegriff wird im Sinne der Bildung für Nachhaltige Entwicklung positiv erweitert“, so Stoch, der sich von der thematischen Vielfalt und dem hohen Qualitätsstandard des Naturpark-Programms sehr beeindruckt zeigte. Die Naturpark-Vorsitzende Marion Dammann überreichte dem Minister eine Naturpark-Entdeckerweste als Geschenk.

Im Anschluss an den Festakt wurden an einem Stand die verschiedenen Module der Naturpark-Schule im Detail präsentiert. Gemeinsam mit einigen Schulkindern erläuterte Projektleiterin Stefany Lambotte dabei dem Minister die pädagogischen Konzepte und Ergebnisse der Aktivitäten. Die Teilnehmer der Auszeichnungsfeier hatten zudem die Möglichkeit, das alle zwei Jahre stattfindende Kinderfest der drei Grundschulen zu besuchen und sich auch dort über weitere Aktivitäten der Naturpark-Schule zu informieren.

Um im Naturpark Südschwarzwald als „Naturpark-Schule“ anerkannt zu werden, muss eine Schule mindestens fünf Unterrichtsmodule zum Themenkreis Natur, Wirtschaft und Kultur in ihren Lehrplan aufnehmen und innerhalb eines Schuljahres durchführen, zusammen mit der Verpflichtung zum weiteren Ausbau dieser Aktivitäten in den Folgejahren. Dieser Aufgabe haben sich seit 2013 die drei Grundschulen in Furtwangen gestellt. So wählten und entwickelten die Schulen vor Ort fünf spannende Unterrichtsmodule, welche sie seit Sommer 2014 zusammen mit ganz verschiedenen Kooperationspartnern durchführten. Die Schülerinnen und Schüler besuchten u.a. den Linacher Hinterbauernhof und erhielten einen realen Einblick in die Arbeit eines Bio-Bauern, lernten gemeinsam mit Förstern und einer Diplom-Biologin die Bedeutung des Lebensraums „Wald“ kennen und erforschten mit einem Mitarbeiter des städtischen Wasserwerks die Wasserversorgung in Furtwangen. Auch das Deutsche Uhrenmuseum Furtwangen beteiligte sich bereitwillig an der Gestaltung der neuen Unterrichtsmodule der angehenden Naturpark-Schulen und trug so ganz wesentlich zum Gelingen dieser zeitgenössischen Form der Heimatkunde bei.

Der Naturpark Südschwarzwald ist Projektträger des Gesamtprogramms „Naturpark-Schulen im Südschwarzwald“. Der Startschuss hierfür fiel im Jahr 2010 im nahen Schonach. Die Maßnahme hat zum Ziel, Kindern und Jugendlichen Themen aus Natur und Kultur im Umfeld der Schule zu vermitteln. Eine zentrale Rolle spielen hierbei die außerschulischen Partner wie Landwirte, Vereine und Handwerker. Die Themen der Naturpark-Schule werden jeweils vor Ort festgelegt und ausgearbeitet. Sie beziehen sich ausdrücklich auf den jeweiligen Bildungsplan und werden verbindlich und dauerhaft mit hohem Praxisbezug im Lehrplan der Schule verankert. Aktuell nehmen am Programm „Naturpark-Schulen Südschwarzwald“ 14 Gemeinden mit 18 Schulen teil, Tendenz weiter steigend. Interessierte Gemeinden können als Schulträger finanzielle Unterstützung aus der Naturparkförderung erhalten.

Das „Netzwerk Naturpark-Schulen Südschwarzwald“ wurde von der Deutschen UNESCO-Kommission im April 2014 als offizielles Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ (2005-2014) ausgezeichnet.

Weitere Informationen zur Naturpark-Schule finden Sie unter: www.naturpark-schule.de

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veröffentlicht: Fr, 03.07.2015
Thema
Presse
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