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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Startschuss der Kampagne „Blühender Naturpark Südschwarzwald“ – Erste Aktion 2015 in Hüfingen

Feldberg / Hüfingen – Der offizielle Startschuss der Kampagne „Blühender Naturpark Südschwarzwald“ fand in diesem Jahr in Hüfingen statt. Am Donnerstag wurde auf einer Fläche an der Bräunlinger Straße gebietsheimisches Saatgut ausgebracht.

Im Jahr 2013 startete der Naturpark Südschwarzwald seine Kampagne „Blühender Naturpark“ in rund 30 Naturparkgemeinden. Gemeinsam mit den Gemeinden sowie mit Naturschutzverbänden und Imkervereinen soll der Naturpark blumenbunter gemacht werden. So sollen unter anderem durch Pflegeextensivierung oder durch das Ausbringen von Blumensaaten auf innerörtlichen Flächen wie Kreisverkehren, Ortseingängen, Kurparks, Firmenarealen etc. attraktive und ökologisch wertvolle Bereiche entstehen.

Gemeinsam mit seinen Mitgliedern und Partnerorganisationen möchte der Naturpark Südschwarzwald mit der Kampagne „Blühender Naturpark“ einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt liefern, weshalb die Verwendung gebietsheimischer Wildblumensaaten unerlässlich ist. Durch Öffentlichkeitsarbeit soll zudem auf die Bedeutung von blütenbestäubenden Insekten aufmerksam gemacht werden.

Am 30. April wurden in Hüfingen auf einer Fläche nahe dem Ortsausgang Richtung Bräunlingen heimische Wildblumen ausgesät. Es handelt sich um eine Mischung aus einjährigen, vor allem aber aus mehrjährigen Arten, die nun dauerhaft eine vielfältige Wiese wachsen lassen sollen. Der Bauhof Hüfingen wurde bei der Aussaat tatkräftig unterstützt von einer Gruppe des evangelischen Kindergartens Luise Scheppler.

Zugegen waren der Hüfinger Bürgermeister Anton Knapp, der Geschäftsführer des Naturparks Südschwarzwald, Roland Schöttle, der Leiter des Bauhofs Hüfingen, Georg Hirt, der Naturschutzbeauftragte des Landkreises Schwarzwald-Baar, Peter Marx, sowie der erste Vorsitzende des Bezirksimkervereins Villingen e. V., Manfred Kraft. Außerdem die Kinder des evangelischen Kindergartens Luise Scheppler mit ihren Erzieherinnen Myriam Quilamba und Maren Pflumm.

Mit der Kampagne soll das Bewusstsein für die Vielfalt und Bedeutung von Pflanzen und Tieren in unserer Umwelt geschärft werden. So sind etwa 35 % unserer Nahrung auf dem Teller von einer Blütenbestäubung durch Insekten abhängig. Nicht nur die uns am besten bekannte Honigbiene ist unverzichtbar, auch eine Vielzahl von Wildbienen und anderen blütenbesuchenden Insekten leisten Großes.

Bürgermeister Anton Knapp lobte das Projekt und betonte die Dringlichkeit, mehr heimische Blütenpflanzen zurück in die Region zu holen in Anbetracht des aktuellen Bienensterbens, die aufgrund von intensiver Landwirtschaft mit Pestizideinsatz kaum Nahrung finden. „Unser Ziel ist es, eine Blütenvielfalt zu schaffen und somit einen wichtigen Beitrag zu leisten zur notwendigen Rettung der Bienen“. Die Bepflanzung in Hüfingen solle somit als Beispiel dienenund das Bewusstsein für die Vielfalt und Bedeutung von Pflanzen und Tieren in unserer Umwelt schärfen.

Roland Schöttle verwies darauf, dass durch dieses Vorhaben nicht nur die Vielfalt der Insekten erhöht werde, sondern dass die bunten Blüten auch eine größere Vielfalt fürs Auge böten. Da in Hüfingen eine mehrjährige Wildblumenwiese ausgesät wurde und diese nur ein- bis zweimal pro Jahr gemäht werden muss, bedeutet dies dank der geringen Pflege zudem eine Entlastung für die Stadt. Herr Schöttle sprach in diesem Zusammenhang von einer „win-win-Situation“ für die Artenvielfalt, die Bewohner, die Gäste und die Stadt.

Die Stadt Hüfingen ist eine von über 50 Naturparkgemeinden, die sich der Kampagne „Blühender Naturpark“ angeschlossen hat. Bürgermeister Knapp stellte verschiedene Maßnahmen und Initiativen in seiner Gemeinde vor, die im Sinne der Kampagne seien und teilweise auch schon vor der Initiative des Naturparks umgesetzt wurden. Und es gebe noch einige weitere Ideen.

Mit großer Begeisterung waren die Kindergartenkinder aktiv. In kurzer Zeit wurde ein großer Teil der ca. 300 Quadratmeter großen Fläche eingesät. Alle sind gespannt, was in den nächsten Wochen blühen wird und wie es auf dem „Hummeltummel-Platz“ summt und brummt.

Weitere Informationen zur Kampagne „Blühender Naturpark Südschwarzwald“

Intensive Vorbereitung der Kampagne


Die über mehrere Jahre andauernde Kampagne des Naturparks war gut vorbereitet worden. An vier Informationsveranstaltungen zwischen November 2012 und November 2014 nahmen weit über 130 Personen aus über 50 Naturparkgemeinden teil.

Der Naturpark hat wichtige Unterstützung und Beratung von dem bereits seit vielen Jahren existierenden Verein „Netzwerk Blühende Landschaft“ und dem „Netzwerk Blühender Bodensee“ erhalten.

Leistungen des Naturparks Südschwarzwald

Seitens des Naturparks werden standortangepasste Saatmischungen mit heimischen Pflanzenarten, die ein- oder mehrjährig sind, an die Gemeinden weitergegeben.

Die seit 2013 Jahr in den Naturparkgemeinden erblühenden Flächen werden mit ansprechenden Hinweisschildern gekennzeichnet. Ein Faltblatt informiert über die Kampagne, und das Saatgut für die „Naturpark-Blumenwiesen“ wird auch für Privatpersonen zum Einsatz im eigenen Garten angeboten. Eine Wanderausstellung zu der Kampagne kann kostenlos ausgeliehen werden. Weiterhin ist geplant, ein Bildungsprogramm mit Themenführungen in Zusammenarbeit mit den (Naturpark-)Schulen, den Naturpark-Gästeführern, örtlichen Imkern und den Kräuterpädagoginnen des Vereins Bauerngarten- und Wildkräuterland Baden e. V. zu entwickeln.

Weitere Informationen zur Kampagne „Blühende Naturparke Baden-Württemberg“ finden Sie unter www.bluehender-naturpark.de.

Ansprechperson:

Holger Wegner, Naturpark Südschwarzwald, Tel. 07676 933 6-15, E-Mail holger.
holger.wegner@naturpark-suedschwarzwald.de

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veröffentlicht: Do, 30.04.2015
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