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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Naturpark Südschwarzwald - Erste Modellregion Deutschlands für E-Mobilität im Ländlichen Raum

Feldberg / Eisenbach – Am 20. Februar 2014 ernannte Minister Alexander Bonde, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, den Naturpark Südschwarzwald zur ersten Modellregion Deutschlands für Elektromobilität. Die Auftaktveran-staltung fand bei der Framo Morat GmbH & Co. KG in Eisenbach im Hochschwarzwald statt. Mit der Durchführung des Projekts „Naturpark Südschwarzwald - Modellregion E-Mobilität Ländlicher Raum“ wurde die Initiative Zukunftsmobilität in Trossingen vom Ministerium beauftragt.

Baden-Württemberg spielt eine Vorreiterrolle bei der Entwicklung neuer, umwelt- und klimafreundlicher Formen der Mobilität. Im Zentrum steht dabei die Elektromobilität mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen. Sie bietet große Chancen, einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende zu leisten und die klimaschädlichen Emissionen des Straßenverkehrs zu reduzieren.

Weil Elektromobilität vor allem für den ländlichen Raum ein zentrales Zukunftsthema ist, will das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg E-Mobilität im ländlichen Raum auch im regionalen Maßstab sichtbar und erfahrbar machen. Minister Alexander Bonde startete dazu am 20. Februar 2014 bei der Firma Framo Morat GmbH in Eisenbach das Projekt „Naturpark Südschwarzwald - Modellregion E-Mobilität Ländlicher Raum“ mit einer Auftaktveranstaltung. Der Naturpark Südschwarzwal gilt damit als erste Modellregion für Elektromobilität im ländlichen Raum.

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreter regionaler Unternehmen, der Tourismuswirtschaft, Bürgermeister und weitere regionalen Akteure teil, da das Projekt auch Mobilitätslösungen im Unternehmensbereich erschließen soll.

Schon 2012 hatte das Ministerium einen Ideenwettbewerb für zukunftsweisende kommunale Modellprojekte ausgeschrieben. Die hieraus hervorgegangenen 20 e-mobilen Demonstrationsvorhaben reichen von Carsharing über e-mobile Bürgerbusse und Ruftaxis bis hin zum Einsatz von Elektrofahrzeugen für die kommunale Grünpflege oder das Biocatering in Schulen und Kindergärten.

„Gerade im Ländlichen Raum, in dem im Vergleich zur Stadt häufig weitere Wege in Kauf genommen werden müssen, werden die Bürgerinnen und Bürger auch in Zukunft stark auf das Auto angewiesen sein. Dort gibt es also einen erheblichen Bedarf für nachhaltige Mobilitäts- und Verkehrslösungen. Weil sich diese zunächst im kommunalen Alltag bewähren sollten, bevor sie breit in der Fläche umgesetzt werden können, fördert das Land gezielt Modellvorhaben zur Elektromobilität in ländlichen Kommunen“, erläuterte Minister Bonde das Vorhaben bei der Eröffnungsrede. Gleichwohl sei noch immer viel Überzeugungsarbeit notwendig, bis die Einsicht in die Notwendigkeit einer ökologischen Verkehrswende in das Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten vorgedrungen sei. „Aus diesem Grund hat das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz beschlossen, das Thema Elektromobilität im Ländlichen Raum nun auch im größeren regionalen Maßstab anzugehen. Unser Ziel ist es, die E-Mobilität sowohl räumlich als auch hinsichtlich der Akteure auf eine wesentlich breitere Basis zu stellen“, so Bonde.

Im Anschluss an die Ministerrede fand eine Diskussionsrunde mit Unternehmensvertretern und Kommunalverantwortlichen statt. Im Zentrum stand dabei die Frage, ob sich mithilfe einer verbesserten Mobilität Probleme im ländlichen Raum lösen lassen, wie etwa der Fachkräftemangel, die Mitarbeiterbeförderung bei immer schlechter werdendem ÖPNV­-Angebot oder die steigende CO2-Belastung. Einigkeit herrschte in der Runde darüber, dass eines der Kernprobleme im ländlichen Raum, der Fachkräftemangel, durch ein besseres Mobilitätsangebot zumindest entschärft werden könnte.

Hannelore Reinbold-Mench, Bürgermeisterin der Gemeinde Freiamt und stellvertretende Vorsitzende des Naturparks Südschwarzwald, stimmte zu, dass der Individualverkehr klimaschonender werden müsse und ermunterte die anwesenden Politiker, weiter über die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Kommunen und Unternehmen nachzudenken.

Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturparks Südschwarzwald begrüßte die Auswahl des Naturparks. „Der Naturpark Südschwarzwald versteht sich als Modellregion für nachhaltiges Handeln. Gerade auch für den ländlichen Raum ist die Frage der intelligenten Mobilität ein wesentlicher Schlüsselbaustein für seine Zukunftsfähigkeit.

In den kommenden Monaten wird die Initiative Zukunftsmobilität gemeinsam mit Unternehmen der Region in Workshops, Interviews und Diskussionsrunden nachhaltige Mobilität ins Blickfeld bringen. Dabei sollen gemeinsam zukunftsweisende Lösungsansätze entwickelt werden, mit denen Mobilität im ländlichen Raum insbesondere für Unternehmen und Mitarbeiter wirtschaftlicher, besser und nachhaltiger organisiert werden kann. Ziel der Gespräche wird die Antwort auf die Frage sein, welchen Beitrag Mobilität leisten kann, um dem Fachkräftemangel in ländlichen Regionen am Beispiel der Modellregion wirkungsvoll entgegen zu treten.

Hintergrundinfos Initiative Zukunftsmobilität:

Die Initiative Zukunftsmobilität, Trossingen, ist das Kompetenz­ und Beratungsnetzwerk für die Entwicklung und Umsetzung innovativer Mobilitätsprojekte. In ihren Projekten legt die Zukunftsmobilität den Schwerpunkt auf die Anwendung nachhaltiger Mobilität im Ländlichen Raum. Sie kooperiert mit zuständigen Stellen der Landesregierungen, wie der e-mobil BW GmbH, sowie mit Unternehmen wie der SWARCO Traffic Systems GmbH oder der Energiedienst AG. Weitere Informationen: www.initiative-zukunftsmobilitaet.de

Bildtitel (© Initiative Zukunftsmobilität):

Gökhan Balkis, Geschäftsführer Frame Morat; Karl Josef Duttlinger, Bürgermeisterstellver-treter Gemeinde Eisenbach; Isabell Knüttgen, Pressesprecherin e-mobil BW; Minister Ale-xander Bonde, Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg; Christian Klaiber, Leiter Initiative Zukunftsmobilität; Hannelore Reinbold-Mench, stellvertretende Vorsitzende Naturpark Südschwarzwald.

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veröffentlicht: Do, 20.02.2014
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