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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Französisch-deutsche Konferenz „Wiesenmeisterschaften und artenreiches Grünland‟ mit 80 Teilnehmern

Feldberg / Sainte-Croix-en-Plaine – Am 1. Dezember 2017 hat erstmals eine französisch-deutsche Konferenz zum Thema „Wiesenmeisterschaft und artenreiches Grünland‟ stattgefunden. Im Sommer hatte der Naturpark Südschwarzwald bereits zum vierten Mal gemeinsam mit seinem französischen Partner-Naturpark Südvogesen (Parc Naturel Régional des Ballons des Vosges) und der Landwirtschaftskammer Elsass eine Wiesenmeisterschaft im Südschwarzwald und in den Vogesen organisiert.

Die Wiesenmeisterschaft ist ein hervorragendes Mittel der öffentlichkeitswirksamen Förderung von artenreichem Grünland, die eine besondere Herausforderung in unseren Berggebieten darstellt.

Die Veranstalter freuten sich über das große Interesse an der Konferenz, insbesondere auch weil viele Landwirte der Einladung nach Sainte-Croix-en-Plaine nahe Colmar in den Konferenzsaal der elsässischen Landwirtschaftskammer gefolgt waren. Unter den rund 80 Teilnehmern konnten etwa 20 Deutsche begrüßt werden. Die Konferenz mit Simultanübersetzung beleuchtete die Methoden der Wiesenmeisterschaften in Frankreich und in Baden-Württemberg.

In Frankreich finden Wiesenmeisterschaften in mehr als 60 Regionen statt, nicht nur in Schutzgebieten. Sie werden zum Beispiel von Naturparken, häufig auch von Landwirtschaftskammern organisiert und sind Teil eines nationalen Wettbewerbs mit hoher Wahrnehmung auf politischer Ebene.

Im zweiten Teil der Konferenz ging es um die Bedeutung und die wirtschaftliche Rolle von artenreichen Wiesen in Berggebieten.

Zu diesem Themenbereich präsentierte Dr. Diethild Wanke vom Fachbereich Landwirtschaft des Landratsamtes Lörrach das Hinterwälderrind als typische Regionalrasse für Weiden im Berggebiet. Dank dieser kleinen, leichten Rasse ist die Bewirtschaftung bzw. Pflege vieler Weiden im Südschwarzwald überhaupt noch möglich.

Der Präsident des Verbandes der bäuerlichen Munster-Käsehersteller, Claude Schoeffel, ging auf die hohe Bedeutung der artenreichen Wiesen und Weiden ein, die für die Milch- und entsprechend die Käsequalität sowie für die Tiergesundheit immanent wichtig sind.

Dr. Thomas Coch, Geschäftsführer der Ferienregion Münstertal Staufen, stellte das so genannte Münstertäler Modell zur Verwendung von Kurtaxe zur Landschaftsoffenhaltung vor. Bereits seit mehreren Jahren werden 20 bis 30 % der Kurtaxe für die Finanzierung maschineller Pflegeeinsätze und das Zahlen einer Ziegenhalterprämie verwendet. Repräsentative Gästebefragungen bestätigen die Akzeptanz dieser Vorgehensweise.

Abschließend brach der Landwirt und Küchenchef Roger Bouhassoun, „Maître Cuisinier de France“ im La Cheneaudière in Colroy-la-Roche, eine Lanze für die attraktiven Kulturlandschaften der Vogesen und des Schwarzwaldes mit ihren offenen Wiesen- und Weideflächen und ihrer hohen Bedeutung für den Tourismus. Zur Verdeutlichung lud er im Anschluss alle Gäste zu einer Probe seiner aus eigenen und regionalen Produkten hergestellten Köstlichkeiten ein.

Im Rahmen der Konferenz wurden auch die französischen und deutschen Preisträger der grenzüberschreitenden Wiesenmeisterschaft 2017 ausgezeichnet. Als Zweitplatzierter aller Teilnehmer aus den Vogesen und dem Südschwarzwald konnte sich der Landwirt Manfred Leimgruber aus Münstertal-Stohren über eine eigens gravierte Kuhglocke freuen.

Dieses Projekt wurde gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württemberg und der Lotterie Glücksspirale.

Weitere Informationen zum Projekt „Wiesenmeisterschaft‟ finden Sie auf unserer Website unter http://www.naturpark-suedschwarzwald.de/wiesenmeis terschaft .

Bildnachweis: J.-M. Bellicam
Ehrung der Preisträger der französisch-deutschen Wiesenmeisterschaft 2017 (in der Bildmitte mit Kuhglocke Manfred Leimgruber aus Münstertal).

Ansprechperson
Holger Wegner | Naturpark Südschwarzwald
Haus der Natur | Dr.-Pilet-Spur 4 | 79868 Feldberg
Tel.: 07676 9336-15 | E-Mail: holger.wegner@naturpark-suedschwarzwald.de

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veröffentlicht: Fr, 01.12.2017
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