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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Die Natur des Jahres 2014 im Naturpark Südschwarzwald

Feldberg – Jedes Jahr küren deutsche Naturschutzorganisationen besondere Arten und Lebensräume. Diese verdienen eine erhöhte Aufmerksamkeit entweder durch ihren schützenswerten Charakter oder weil sie sehr anschaulich auf spezielle Umweltproblematiken hinweisen. Viele Vertreter sind dieses Jahr auch im Naturpark Südschwarzwald zu finden.

Bereits seit 1971 präsentiert der NABU den Vogel des Jahres. Bis heute wurden viele weitere Arten und Lebensräume in die Liste der Natur des Jahres aufgenommen. So wurden dieses Jahr unter anderem der Lurch, das Insekt, der Baum oder auch der Pilz des Jahres von weiteren Naturschutzorganisationen gewählt. Ziel des Programmes ist, eine Sensibilisierung für gefährdete Arten zu erreichen, aber auch die Darstellung besonderer Zusammenhänge in der Natur darzustellen. Im Naturpark Südschwarzwald haben 2014 elf Vertreter der Natur des Jahres ihr Zuhause.

Der Vogel des Jahres ist ein lustiger Geselle. Wegen seines an Gelächter erinnernden Rufes wird er auch Lachvogel genannt. Besser bekannt ist er jedoch unter dem Namen Grünspecht. Der Name bezieht sich auf sein grünes Federkleid, das ihm bei der Futtersuche in der offenen Wiesenlandschaft eine gute Tarnung ist. Besonders beliebt sind dabei Streuobstwiesen. Leider nehmen diese Lebensräume in Deutschland immer mehr ab und bedrohen so auch die Verbreitung des Vogels.

Als Baum des Jahres wurde die Trauben-Eiche gewählt. Nach der Stieleiche ist sie in Mitteleuropa die am weitesten verbreitete Eichenart. Allerdings wird in der Wissenschaft derzeit diskutiert, ob es sich dabei tatsächlich um zwei unterschiedliche Arten oder nicht doch um ein und dieselbe handelt. Mit knapp zehn Prozent hat die Eiche in Deutschland nur noch einen kleinen Anteil am Waldbestand. Bedingt durch eine Veränderung des Klimas wird sie von der Rotbuche immer mehr zurückgedrängt.

Bei der Gelbbauchunke, dem Lurch des Jahres, handelt es sich um eine besonders bedrohte Art. Gleichzeitig fällt sie durch eine spezielle Verhaltensweise auf. Bei drohender Gefahr nimmt sie die so genannte Kahnstellung ein. Dabei verbiegt sie ihre Gliedmaßen so, dass ihre in hellem Gelb leuchtende Unterseite sichtbar wird und somit potentielle Angreifer vor ihrer Giftigkeit warnt. Diese Abwehrstrategie hilft ihr jedoch nicht gegen einen stetigen Rückgang ihres Lebensraumes durch Uferverbau und fehlende Überschwemmungsflächen.

Eine Liste mit allen Arten der Natur des Jahres findet sich auf der Webseite des NABU. Weitere Informationen zu den bereits genannten Arten, aber auch der Goldschildfliege (Insekt des Jahres), dem Tiegelteuerling (Pilz des Jahres) oder der Gemeinen Baldachinspinne (Spinne des Jahres) sowie allen weiteren, im Naturparkgebiet vorkommenden Arten, können auf der Website des Naturpark Südschwarzwald unter www.naturpark-suedschwarzwald.de
abgerufen werden.

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> Die Natur des Jahres 2014 im Naturpark Südschwarzwald (PDF, ca. 82 KB)

veröffentlicht: Do, 30.01.2014
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