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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Arbeitsgruppe zum Projekt „Internationale Wiedervernetzung am Hochrhein“ tagt zum zweiten Mal

Lokalakteure und Projektpartner aus Deutschland und der Schweiz treffen sich erneut, um sich über das Projekt des Naturparks Südschwarzwald und seiner Kooperationspartnerin, der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt, zu informieren und auszutauschen.

Freiburg / Feldberg / Adelhausen – Vertreterinnen und Vertreter zahlreicher Behörden, privater Verbände und Institutionen aus Deutschland und der Schweiz trafen sich am Freitag, 27.10.2017, in Adelhausen, um sich über den aktuellen Stand der Machbarkeitsstudie zu informieren, welche sich mit der Wiedervernetzung von Lebensräumen für Tier- und Pflanzenarten am Hochrhein auseinandersetzt. Dabei geht es vor allem um die Erstellung eines Wiedervernetzungskonzeptes und die Möglichkeiten, das Projekt erfolgreich im Hochrheingebiet umzusetzen. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUB) gefördert.


Die intensive kulturlandschaftliche Nutzung und die dadurch bedingte Zerschneidung und Isolation wichtiger Lebensräume durch uns Menschen ist eine der Hauptursachen für den Verlust der biologischen Vielfalt. Ganz aktuell ist dabei unter anderem der viel thematisierte Insektenschwund zu nennen. Allerdings benötigen Tier- und Pflanzenarten nicht nur intakte Lebensräume, sondern auch eine Verbindung zwischen diesen. Denn oftmals sind Wanderbewegungen und damit auch ein genetischer Austausch kaum mehr möglich. Um den Verbund von Lebensräumen wieder zu gewährleisten, zu fördern und langfristig zu sichern, werden europaweit Konzepte ausgearbeitet.

Der Hochrhein zwischen Rheinfelden und Laufenburg ist eine ganz besondere Engstelle für die biologische Vielfalt. Der große Flächenbedarf für aktuelle und zukünftige Nutzungen ist mit zunehmender Zerschneidung bestehender Lebensräume verbunden. Wanderbewegungen von Tier- und Pflanzenarten zwischen der Schweiz und Deutschland werden immer schwerer. Hier besteht dringender Handlungsbedarf.

Ziel der seit Mai 2016 laufenden zweijährigen Vorstudie ist die Konzepterstellung zur Vernetzung dieser Lebensräume, auf deren Grundlage bestenfalls ein Folgeprojekt zur Umsetzung auf den Weg gebracht werden soll. Wie schon auf der schweizerischen Seite geplant und umgesetzt, soll dies nun auch auf der deutschen erfolgen. Dafür gilt es, die landschaftsökologische Anbindung des Schwarzwaldes an den Hochrhein sowie zum Schweizer Jura und dem Alpenraum für Wildtiere wieder nutzbar zu machen und langfristig zu sichern.

Damit dies auch in der Praxis gelingen kann, müssen neben den Belangen des Naturschutzes auch die der Siedlungsentwicklung, Forst- und Landwirtschaft und der Infrastrukturplanung berücksichtigt werden. Dies gelingt nur im offenen Dialog mit den verschiedenen Verwaltungen, Interessensgruppen und Menschen vor Ort.

Bei der Sitzung in Adelhausen wurden die lokalen Akteure auf den aktuellen Stand des Projektes gebracht und über die Kernaufgaben eines möglichen Folgeprojektes informiert. Außerdem konnte den Teilnehmenden das Zielartenkonzept mit den entsprechenden Maßnahmen vorgestellt werden. Interessiert verfolgt wurde u. a. die Vorstellung der Schweizer Maßnahmenumsetzung durch Thomas Gremminger aus dem Kanton Aargau (Departement Bau, Verkehr und Umwelt). Dabei ging es besonders um die Integration bestehender Landschaftselemente innerhalb eines Biotopverbundkonzeptes und um die Beruhigung von Tierquerungshilfen bezüglich der Nutzung durch uns Menschen.

Alle Informationen rund um das Projekt „Internationale Wiedervernetzung am Hochrhein“ finden Sie unter www.hochrhein-verbindet.de.

Projektkoordination

Christoph Mozer und Stéphanie Kraft
Naturpark Südschwarzwald
c/o Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg
Wonnhaldestr. 4
79100 Freiburg
Telefon: 0761 4018-170
E-Mail: Christoph.Mozer@forst.bwl.de
E-Mail: Stephanie.Kraft@forst.bwl.de

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> Arbeitsgruppe zum Projekt „Internationale Wiedervernetzung am Hochrhein“ tagt zum zweiten Mal (PDF, ca. 240 KB)

veröffentlicht: Fr, 27.10.2017
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