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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Ein Dach für Schwarzwälder Baukultur und Handwerk: Vorstellung des Gründungsvorhabens Schwarzwald_Institut – Bau|Kultur|Handwerk

Feldberg / Freiburg – Eine Projektgruppe aus rund 20 regionalen und fachkundigen Vertretern entwickelt derzeit ein Gründungskonzept für das Schwarzwald_Institut: Eine Plattform für zukunftsorientierte Baukultur, Handwerk und Design im Schwarzwald. Am 23.10.2018 wird der Entwurf des Gründungskonzepts, im Rahmen eines öffentlichen Forums, im Haus des Gastes in Elzach vorgestellt.

Im Schwarzwald hat sich über Jahrhunderte hinweg eine einmalige Baukultur – mit vielfältigen teilräumlichen Ausformungen – entwickelt. Das Wechselspiel der großen Schwarzwaldhöfe mit ihren mächtigen Dächern, Offenland und Wald, verleiht dem größten Mittelgebirge Deutschlands sein unverwechselbares Gesicht. Für Bewohner ist es identitäts- und heimatstiftend, für Gäste macht es den Schwarzwald als Urlaubsziel attraktiv. Die Baukultur zu erhalten und zeitgemäß weiterzuentwickeln, stellt jedoch eine große Herausforderung dar.

Dieser Feststellung nimmt sich eine rund 20-köpfige Projektgruppe mit regionalen Vertretern aus den Bereichen Architektur, Handwerk, Regionalentwicklung, Tourismus, Bildung und Kultur an. Sie entwickelt derzeit ein Konzept für ein Schwarzwald_Institut, das die Schwarzwälder Bau- und Handwerkskultur zukunftsorientiert weiterentwickeln soll.
Welche Ziele das Schwarzwald_Institut anstreben soll und wie sich dessen Aufgaben gestalten können, stellte die Projektgruppe im Rahmen eines Pressegesprächs am Montag, den 24.09.2018, im Architekturforum Freiburg vor.

Zwei Arbeitsschwerpunkte werden im Konzeptentwurf benannt, Herausforderungen beschrieben und erste Projektideen skizziert. Demzufolge soll ein zukünftiger Themenschwerpunkt des Schwarzwald_Instituts die „Baukultur“ sein. Zum einen ist es das Ziel, vorhandene regionaltypische Bauten, wie die historischen Schwarzwaldhöfe, zu sichern und gleichzeitig intelligente Formen der Um- und Weiternutzung zu finden. Zum anderen geht es darum, das Wissen über regionsspezifische Bauweisen und -techniken zu sammeln und zu vermitteln. „Wir müssen für die Baukultur und ihre örtlichen Ausprägungen sensibilisieren und diese mit dem vorhandenen Know-How in der Region weiterentwickeln“, so Fred Gresens, Vorsitzender der Architektenkammer Bezirk Freiburg/Südbaden. Baukultur betrifft dabei weit mehr als die bebaute Umgebung. „Es geht um die Gestaltung unserer Landschaft und somit auch unseres Lebensraums. Wir müssen unsere Orte so gestalten, dass sie nachhaltig funktionsfähig und identitätsstiftend sind“, betont Patrick Schreib, Tourismusdirektor von Baiersbronn.

Das zweite Arbeitsfeld „Handwerk und Design“ nimmt sich u. a. der Aufgabe an, die Potenziale und Qualitäten des Handwerks und seiner Berufsbilder aufzuzeigen und junge Menschen dafür zu gewinnen. Dabei spielt die Weitergabe traditioneller Handwerkstechniken und auch der Handwerkskultur eine große Rolle. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie diese mit neuen Technologien und heutigen Gebäudeanforderungen verknüpft werden können, beschreibt Matthias Krieg, Fachberater für Bautechnik und Lehrer an der Friedrich Weinbrenner Gewerbeschule Freiburg. „Wir müssen junge Menschen für die Geschichte der Schwarzwälder begeistern. Neben der schulischen und betrieblichen Ausbildung kann das Schwarzwald_Institut als außerschulischer Kooperationspartner hier einen wichtigen Beitrag leisten“, so Krieg.

Die Gründung des Schwarzwald_Instituts biete die einmalige Chance, eine Plattform für Akteure aus Architektur und Landschaftsarchitektur, Planung, Handwerk, Bautechnologie, Kultur und Tourismus aufzubauen und deren Vernetzung zu fördern, erklärt Roland Schöttle, Geschäftsführer des Naturpark Südschwarzwald e. V. Als Kompetenzzentrum bündelt und vermittelt es Wissen und setzt neue Impulse in Richtung einer modernen sowie regionsspezifischen Bau- und Handwerkskultur.

Im Frühling 2019 sollen Gründungskonzept und Finanzierung des Schwarzwald_Instituts stehen. Momentan ist eine fünfjährige Erprobungsphase für das Schwarzwald_Institut geplant, die mit entsprechendem Personal und Ressourcen hinterlegt werden soll.

Getragen wird der vom Land Baden-Württemberg geförderte Erarbeitungsprozess vom von Naturpark Südschwarzwald und Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord. Am 23.10.2018 sind alle Interessierten eingeladen, sich im Rahmen eines öffentlichen Forums mit Ihren Ideen in den inhaltlichen Aufbau des Schwarzwald_Instituts einzubringen. Die Veranstaltung findet von 18:00 bis 21:00 Uhr im Haus des Gastes in Elzach statt. Um Anmeldung unter info@naturpark-suedschwarzwald.de wird gebeten.

Weitere Informationen unter www.schwarzwald-institut.de.

Dieses Projekt wird gefördert mit Mitteln des Landes Baden-Württembergs.

Bildnachweis
Bild 1: Projektgruppe „Gründungskonzept Schwarzwald_Institut“ © Naturpark Südschwarzwald
Bild 2: Neben der Baukultur werden Handwerk und Design ein Arbeitsschwerpunkt des Schwarzwald_Instituts sein. © Freudwerk
Bild 3: Schwarzwälder Architektursprache modern weiterentwickelt. Hotel „Breggers Schwanen“ in Bernau. © Conrads

Kontakt
Christina Cammerer, Projektkoordination „Gründungsprozess Schwarzwald_Institut“
Naturpark Südschwarzwald
Dr.-Pilet-Spur 4
79868 Feldberg
Tel. +49 7676 9336-22
E-Mail christina.cammerer@naturpark-suedschwarzwald.de


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> PI Vorstellung Schwarzwald_Institut und Projektgruppe (PDF, ca. 398 KB)

veröffentlicht: Mo, 24.09.2018
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