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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Herbstarbeitstagung der Museen im Naturpark Südschwarzwald: Sammelsurium im Depot - muss das sein?

Feldberg/St. Märgen - Sammelsurium: auch für Museen ein spannendes Thema. Die Herbstarbeitstagung der Museen im Naturpark Südschwarzwald fand deshalb im Kloster Museum St. Märgen unter dem Motto Sammlungsstrategien statt.

Das Kloster Museum St. Märgen öffnete Ende Oktober für das vierte Museumstreffen der Naturpark Museen nicht nur seine Pforten, sondern auch sein Depot im Kellergewölbe. Zahlreiche Teilnehmende aus den unterschiedlichsten Museumssparten versammelten sich zur Vertiefung des Themas Sammlungsstrategien. Die Bandbreite der Häuser reichte vom Skimuseum über das Bergwerk, die Mühle und Literaturausstellungen bis hin zu Heimat- und Stadtmuseen.

"Der Themenkomplex Sammeln, Bewahren, Inventarisieren und Digitalisieren wurde als Tagungswunsch an mich herangetragen, da viele Museen über sehr große Sammlungen verfügen. Ich freue mich, mit Dr. Dina Sonntag von der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg eine äußerst kompetente Beraterin gewonnen zu haben", äußert sich Dr. Sabine Dietzig-Schicht, Regionalmanagerin Tradition und Kultur beim Naturpark Südschwarzwald.

Unter Anleitung von Dina Sonntag fand ein informativer Workshop zum Sammeln von Exponaten statt. Nach einer Vorstellungsrunde der teilnehmenden Häuser unter der Fragestellung Wie wurde unsere Sammlung zu dem, was sie heute ist? erläuterte Dina Sonntag die Wichtigkeit einer Sammlungsstrategie. Diese beinhaltet eine Gliederung und Schwerpunktsetzung sowie möglicherweise eine Deakzession, das in der Fachwelt umstrittene Ausmisten von Gegenständen, und das regelmäßige Monitoring, das Kontrollieren der Exponate auf Schädlingsbefall und dergleichen. Die Depotbesichtigung in drei Räumen des Kellergewölbes veranschaulichte das theoretisch Erarbeitete und hob die Notwendigkeit hervor, stets sowohl die Geschichte der Sammlung als auch die des Ortes mitzudenken, um authentische Schwerpunkte festlegen zu können.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete die Sammlungsdokumentation. Dina Sonntag stellte zwei kostenfreie Inventarisierungsprogramme vor: die Datenbank der Landesstelle für Museumsbetreuung Primus 2.0 und museum-digital, ein Projekt von Museen zur gemeinsamen digitalen Publikation und zunehmenden Inventarisierung von Museumsdaten.
Im Nachgang kann nun jedes Haus strategisch an seine Sammlung herangehen.

Das nächste Museumstreffen findet Anfang 2022 statt und widmet sich dem zukunftsträchtigen Thema Kultur online - Aufbau einer virtuellen Kulturroute im Naturpark Südschwarzwald.

Weitere Informationen zu Museen im Naturpark Südschwarzwald finden Sie unter www.naturpark-museen.de.

Informationen zum Naturpark Südschwarzwald
Der Naturpark Südschwarzwald wurde 1999 gegründet und zählt mit seinen 394.000 Hektar zu den größten Naturparken Deutschlands. 115 Gemeinden, 5 Landkreise und 1 Stadtkreis sind Teil davon sowie Vereine, Verbände, Unternehmen und Privatpersonen. Der Naturpark wird von einem breiten ehrenamtlichen Engagement getragen und versteht sich als „Werkstatt regionalen Handelns“. Gemeines Ziel mit seinen Mitgliedern und Partnerorganisationen ist die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raumes sowie die Erhaltung der historisch gewachsenen Kulturlandschaft im Südschwarzwald. Dank der Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg, die Lotterie Glücksspirale und die EU können Projekte aus den Bereichen nachhaltiger Tourismus, Kultur und Tradition, Regionalvermarktung, Land- und Forstwirtschaft, Naturschutz und Landschaftspflege, Klimaschutz und -anpassung, Architektur und Siedlungsentwicklung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung finanziell gefördert werden. Grundlage seiner Arbeit ist der Naturpark-Plan 2025. Alle Informationen zum Naturpark finden sich unter www.naturpark-suedschwarzwald.de.

Bildnachweise:
Bild 1: Kloster Museum St. Märgen (© Herbert Mark).
Bild 2: Schwarzwälder Uhren im Kloster Museum St. Märgen (© Herbert Mark).
Bildrechte: Herbert Mark; frei zur einmaligen Veröffentlichung nur in Verbindung mit einer redaktionellen Berichterstattung über den Naturpark Südschwarzwald.


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veröffentlicht: Do, 18.11.2021
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