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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus“ startet in acht Modellvorhaben – Naturpark Südschwarzwald ist dabei

Regionale Baukultur ist das Fundament für einen qualitätsvollen Tourismus. Mit dem ExWoSt-Forschungsfeld „Baukultur und Tourismus – Kooperation in der Region“ bringen das Bundesbauministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) regionale Akteure aus dem Baubereich und Tourismus zusammen und stärken ein interdisziplinäres Arbeiten vor Ort. Dahinter steckt die Idee, dass sich „Baukultur“, d. h. qualitätsvolles Planen und Bauen, und „Tourismus“ im ländlichen Raum wechselseitig positiv beeinflussen können. Gerade in ländlichen Regionen Deutschlands wird das gewinnbringende Potenzial einer Zusammenarbeit häufig nicht wahrgenommen. Viele gute Gründe sprechen dafür, dies zu ändern.

Mit der Beteiligung an dem Forschungsfeld macht sich der Naturpark Südschwarzwald zusammen mit der Architektenkammer Baden-Württemberg, Kammerbezirk Freiburg und der Schwarzwald Tourismus GmbH auf den Weg, Tourismus und qualitätsvolles Bauen und Planen zum Wohle der regionalen Entwicklung stärker zu verflechten.

Aus über bundesweit 70 Bewerbungen wurden acht Modellvorhaben ausgewählt – eines davon ist der Naturpark Südschwarzwald. Die weiteren Modellvorhaben sind die Elbe-Weser-Region, der Landkreis Lüchow-Dannenberg, die Region Mecklenburg-Strelitz, die Region Schorfheide-Chorin (Landkreise Uckermark und Barnim), das Lausitzer Neisseland mit der Stadt Weißwasser, das Sauerland und die Stadt Mainbernheim. In diesen Modellvorhaben soll die Grundlage für dauerhafte Kooperationen und Netzwerke gelegt werden. Dies könnte zum Beispiel die Förderung der Entwicklung historischer und moderner Architektur zu touristischen Anziehungspunkten sein. Die Arbeit in den einzelnen Modellvorhaben dient auch dazu, für andere Regionen und Städte beispielgebende und motivierende Ergebnisse zu erarbeiten.

Zur Auftaktveranstaltung trafen sich Vertreterinnen und Vertreter aller Modellvorhaben am 2. und 3. Februar 2017 am Sorpesee im Sauerland. Im Vordergrund standen das Kennenlernen der anderen beteiligten Regionen und Akteure sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses zum Begriff Baukultur. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten dienen als Ansatzpunkt für die Strategien, Methoden und Maßnahmen vor Ort. Christina Schanz von der Schwarzwald Tourismus GmbH: „Es war spannend, so unterschiedliche Ansätze kennenzulernen. Ich bin sicher, wir lernen viel voneinander und können manches in unserer Region umsetzen“.

Gerhard Zickenheiner, der für den Naturpark Südschwarzwald dabei war, erläutert die vier Schwerpunkte des ambitionierten Programmes, das die Projektpartner in den zwei Jahren absolvieren wollen: In einem regelmäßig tagenden Netzwerk werden Spezialisten aus den Bereichen Bau, Architektur, Tourismus, Gastronomie und Hotellerie die Leitplanken bilden für die weitere Entwicklung von „Baukultur und Tourismus“ in unserer Region. Mit Themenfeldern wie Gastrocoaching, Gestaltungsberatung und der Schaffung eines Katasters historischer Schwarzwaldhöfe soll die Gestaltqualität bewahrt und entwickelt werden.

Mit dem Forschungsprogramm „Experimenteller Wohnungs- und Städtebau“ (ExWoSt) fördert der Bund innovative Planungen und Maßnahmen zu wichtigen städtebau- und wohnungspolitischen Themen.

Das Forschungsfeld wird im Auftrag des BMUB und des BBSR vom Forschungsteam der „Arbeitsgemeinschaft BAUKULTOUR“, bestehend aus dem Aachener Stadtplanungs- und Architekturbüro HJPplaner und der Tourismusberatung COMPASS aus Köln, durchgeführt.

Unter www.baukultour.de finden sich neben weiteren Informationen zum Forschungsfeld zudem ein Kurzbericht von Martina Leicher (COMPASS GmbH) zu der Auftaktveranstaltung.

Bildnachweis (© HJPplaner, Aachen):

Freuen sich über die Wahl zum Modellvorhaben Südschwarzwald (v. l. n. r.): Martina Leicher, Frank Pflüger, Anne Keßler, Tina Hörmann, Gerhard Zickenheiner (Projekt-Koordinator „Schwarzwaldhöfe und Gestaltungsberatung“ im Naturpark Südschwarzwald), Christina Schanz, Lars Porsche und Gordon Stolzenbach.

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veröffentlicht: Fr, 17.02.2017
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