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Brunch auf dem Bauernhof © Peter Mesenholl
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Die Natur des Jahres 2016 im Naturpark Südschwarzwald

Feldberg – Jedes Jahr küren deutsche Naturschutzorganisationen besondere Tier- und Pflanzenarten sowie Lebensräume. Diese verdienen eine erhöhte Aufmerksamkeit entweder durch ihren schützenswerten Charakter oder weil sie sehr anschaulich auf spezielle Umweltproblematiken hinweisen. Viele Vertreter sind dieses Jahr auch im Naturpark Südschwarzwald zu finden.

Bereits seit 1971 präsentiert der NABU den Vogel des Jahres. Bis heute wurden viele weitere Arten und Lebensräume in die Liste der Natur des Jahres aufgenommen. So wurden dieses Jahr unter anderem das Wildtier, die Spinne, der Baum oder auch die Flechte des Jahres von weiteren Naturschutzorganisationen gewählt. Ziel des Programms ist eine Sensibilisierung der Bevölkerung für gefährdete Arten zu erreichen, aber auch die Darstellung besonderer Zusammenhänge in der Natur. Im Naturpark Südschwarzwald haben 2016 zehn Vertreter der Natur des Jahres ihr Zuhause.

Zum Vogel des Jahres wurde der Stieglitz (Carduelis carduelis) gewählt. Der Vogel gehört zu den farbenfrohesten Finkenvögeln und ist mit seinen ca.12 cm zugleich einer der kleinsten. Nach der Paarung bleiben die Vogelpartner ein Leben lang zusammen. Der Stieglitz ernährt sich von verschiedenen Samen, hauptsächlich von Disteln – weswegen er auch Distelfink genannt wird – und anderen Staudengewächsen. Die Liste der Fressfeinde des Stieglitzes ist lang: Hauskatze, Hermelin, Falke, Sperber und Elster, um die wichtigsten zu nennen. Der Stieglitz besiedelt Gärten, Obstbaumbestände, Parks, Waldränder und Brachländer. In naher Zukunft gilt es, diese Lebensräume zu schützen, insbesondere Obstbaumbestände, die immer mehr zurückgehen.

Die Wiesenschlüsselblume (Primula veris) ist Blume des Jahres 2016. Sie gehört zur Familie der Primelgewächse. Sie bringt nach dem Winter die ersten Blüten hervor und färbt die Landschaft gelb. Ihr lateinischer Name bedeutet "die erste des Frühlings". Bei Erkältungen kann die Pflanze als Heilmittel verwendet werden. Ihren Lebensraum findet die Wiesenschlüsselblume auf kalkreichen Magerwiesen. Sie kann jedoch auch auf Waldlichtungen und am Waldrand wachsen. Im Südwesten ist sie allgemein noch weit verbreitet, wird allerdings zunehmend durch intensive Grünlandnutzung verdrängt.

Als Lurch des Jahres 2016 wurde der Feuersalamander (Salamandra salamandra) gekürt. Er besitzt verschiedene Namen, u. a. Feuermolch, Erdmolch, Regenmolch, Regemolli oder Tattermandl. In freier Natur hat diese Lurchart eine Lebenserwartung von rund 20 Jahren. Ein ausgewachsener Feuersalamander kann bis zu 23 cm lang und 40 g schwer werden. Die glatte, tiefschwarze Haut des Feuersalamanders wird auf dem Rücken durch ein gelbes, gelegentlich auch orangefarbenes bis rotes Zeichnungsmuster aus Punkten und Linien unterbrochen. Anhand dieser Punkte und Linien lassen sich individuelle Tiere voneinander unterscheiden. Der Feuersalamander kommt in Mittelgebirgsräumen mit feuchten Laubwäldern vor. Der Mensch schränkt den Lebensraum der Feuersalamander durch Asphaltierungen, Flussbegradigungen etc. immer weiter ein. Die Verschmutzung von Gewässern stellt ebenfalls eine sehr große Bedrohung dar.

Eine Liste mit sämtlichen Arten der Natur des Jahres 2016 findet sich auf der Webseite des NABU. Weitere Informationen zu den bereits genannten Arten, aber auch dem Hecht (Fisch des Jahres), dem Dunkelbraunen Kugelspringer (Insekt des Jahres) sowie weiteren, im Naturparkgebiet vorkommenden Arten, können auf der Website des Naturpark Südschwarzwald unter
www.naturpark-suedschwarzwald.de abgerufen werden.

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veröffentlicht: Do, 07.01.2016
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